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Bereich C: Anwendungen Drucken

Die im Projektbereich C zu berücksichtigenden medizinischen Probleme in der Implantattechnologie sind wesentlich geprägt von der Problematik der Zellinteraktion mit künstlichen Oberflächen. Hieraus leiten sich eine Vielzahl von unerwünschten biologischen Reaktionen (Restenose, Inflammation, Infektion, Hämoinkompatibilität) wie auch Begrenzungen in der Funktion von Implantaten und medizinischen Geräten ab.

 

Auf Basis der in den Bereichen A und B gewonnenen Erkenntnisse auf den Gebieten der Zellmanipulation und Biointerfaces wird eine Weiterentwicklung der Technologie im Bereich des Ersatzes bzw. der Unterstützung von biologischen Systemen erwartet. Dabei spielen die Funktionalisierung von Oberflächen und die Bioresorbierbarkeit von Materialbestandteilen, die aktiv zelluläre Interaktionen und Einheilungsprozesse steuern können, eine Schlüsselrolle. Zusätzlich zu Oberflächenfunktionalisierungen durch chemische Aktivierungs- und Modifizierungsreaktionen werden Implantatbeschichtungen auf der Basis biodegradierbarer Polymerwerkstoffe entwickelt, die als Local-Drug-Delivery-Systeme die gewünschte biologische Reaktion auslösen, indem sie das Wachstum von Zellen fördern (z. B. durch die Proliferation von Zellen fördernde Medikamente C4) bzw. inhibieren (durch die Proliferation von Zellen inhibierende Medikamente C4). Als wesentliche Technologien sind vor allem Verfahren zum Implantatentwurf, zur Mikrostrukturierung, zur Modifikation von Biomaterialien mittels Laser, zur Synthese bzw. Herstellung und Modifizierung von Formgedächtniswerkstoffen sowie zur Biofunktionalisierung von Implantatoberflächen zu nennen. Die Projekte im Bereich C werden die erforschten Grundlagen in ausgewählten Anwendungen wie z.B. Gefäßprothesen, Stents und Cochlea-Implantaten in die Anwendung bringen.

Teilprojekte