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Durch zum Teil gewachsene und zum Teil zielgerichtet gesuchte komplementäre Verbindungen innerhalb der Disziplinen und zwischen den beteiligten Hochschulen hat sich eine optimale Basis gebildet, um innerhalb der Projekte transdisziplinär wissenschaftlichen Fragen nachzugehen. Dies ermöglicht Forschung im Verbund auf höchster qualitativer Ebene. Neben den rein technischen Randbedingungen wie den Möglichkeiten gegenseitiger Gerätenutzung ergeben sich durch das Netzwerk der verschiedenen Disziplinen kreative Gedanken- und Lösungsansätze. Besonders herauszustellen ist hierbei, dass das ausgewiesene Potenzial aus den einzelnen Standorten im exzellenten Sinn gegenseitig ineinandergreift. Dies wurde auch bei der Auswahl der Standorte als oberste Prämisse zu Grunde gelegt.

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Standort Aachen Drucken

Die RWTH Aachen (RWTH) verfügt im Bereich der Lebens- und Biomedizinischen Wissenschaften  mit den im Forum Life Science organisierten Wissenschaftlern und Einrichtungen aus verschiedenen Disziplinen über eine gemeinsame Forschungsplattform, in der Ingenieurwissenschaftler, Naturwissenschaftler sowie experimentell und klinisch orientierte Mediziner zusammenarbeiten. Dies ergibt sich einerseits durch die an nur wenigen anderen Standorten in Deutschland gegebene Situation, dass ein Universitätsklinikum mit einer Technischen Hochschule verbunden ist, zum anderen aber auch durch langjährig gewachsene Zusammenarbeiten und die Einrichtung transdisziplinärer Forschungsstrukturen wie die Arbeitsgemeinschaft Helmholtz-Institut und die Einbindung der Aachener An-Institute, insbesondere die FhG-Institute für Lasertechnologie  (ILT) und für Molekulare Biotechnologie und Angewandte Ökologie (IME) sowie das DWI (Deutsches Wollforschungsinstitut an der RWTH e.V.). Verstärkt wird dieser Bereich durch die stark ausgebaute Biophysik des Forschungszentrums Jülich. Die Kooperation dieser Institute mit verschiedenen medizinischen, ingenieur- und naturwissenschaftlichen Forschergruppen der Universität erschließt ein hohes Innovationspotenzial indem einerseits fachliche Begrenzungen überwunden werden, andererseits aber auch völlig neue Grenzgebiete erarbeitet werden können. Die seit den 70er Jahren in Aachen etablierte medizintechnische Expertise wird ergänzt und in der Zukunft weiter ausgebaut durch eine zell-, molekularbiologischen und materialwissenschaftlichen Grundlagenforschung. Somit können innovative Ansätze in den Lebenswissenschaften von der Idee bis zur klinischen Applikation getragen werden.

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Standort Hannover Drucken

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) gilt als führendes Transplantationszentrum in Deutschland. Schwerpunkte in Klinik und Forschung sind neben der Organtransplantation auch Immunologie, Infektionsbiologie sowie Zell- und Tissue Engineering. Mit der Durchführung international beachteter klinischer Studien hat die MHH bereits ihre Festlegung auf die Entwicklung neuer Therapiekonzepte basierend auf biokompatiblen Implantaten sowie Zell- und Tissue-Engineering demonstriert. Dies wird durch die erfolgreiche Beantragung des Exzellenzclusters Rebirth – From regenerative biology to reconstrutive therapy in Zusammenarbeit mit der Leibniz Universität Hannover unterstrichen. Über diese Plattform, als infrastrukturelle Fördermaßnahme, wird der interuniversitäre wissenschaftliche Austausch am Standort Hannover weiter gefördert. Parallel dazu betreibt die MHH sowohl im klinischen als auch im grundlagenwissenschaftlichen Bereich ambitionierte Programme zur Untersuchung der molekularen Grundlagen von normaler und pathologischer Geweberegeneration einschließlich Aspekten der Zellmigration, Differenzierung, Seneszenz, Apoptose und Transformation. Für den hier relevanten Themenbereich besonders hervorzuheben sind umfangreiche Forschungsprojekte zu Regeneration/Tissue-Engineering von kardiovaskulären/thorakalen Geweben (Abtg. THG-Chirurgie /Leibniz Forschungslaboratorien (LEBAO)) und Haut (Abt. Plastische Chirurgie ). Einen weiteren wichtigen Schwerpunkt bildet die Medizintechnik (THG-Chirurgie , Hals-, Nasen, Ohrenheilkunde ).

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Standort Rostock Drucken

Die Universität Rostock (UniR) ist eine der ältesten deutschen Universitäten (gegründet 1419). Sie ist heute eine klassische Universität mit insgesamt 8 Fakultäten. Davon sind die Medizinische Fakultät, die beiden ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten (Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik und Fakultät für Informatik und Elektrotechnik) sowie die Naturwissenschaftliche Fakultät für die Arbeit des beantragten SFB von besonderer Bedeutung.
Interdisziplinarität zeigt sich vor allem bei der Forschung in den Bereichen Biotechnologie, Biomaterialien, Biomedizintechnik, Robotronik, Lasertechnik oder zelluläre Sensorsysteme. Überregional beachtete Leistungen wurden insbesondere beim künstlichen Organersatz (MARS-System), der Stenttechnologie, des Knochenersatzes und der Stammzellforschung erzielt.
Enge Kooperationen bestehen mit vielen außeruniversitären Einrichtungen wie den Instituten der Fraunhofer-, Leibnitz- und Helmholtz-Gesellschaften. Eine besondere Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses erfolgt in Graduierten- und Innovationskollegs.

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