Arbeitskreis Oberfläche
Arbeitskreis Oberfläche / Matrizes (AK Oberfläche, Leitung: Frau Prof. Klee, Aachen)
Der Themenkomplex des Projektbereichs B (Biointerface-Biofunktionalisierung von Oberflächen) betrifft die Entwicklung von nano- und mikrostrukturierten, biofunktionalen Materialoberflächen, um die biologischen Mechanismen der Zellen bzw. des Gewebes gezielt zu steuern. Dies erfordert Erfahrung bei der Anwendung von Oberflächenmodifizierungen. Der Mechanismus des dreidimensionalen Wachstums wird nicht nur von dem Biointerface sondern auch von der vorliegenden dreidimensionalen Struktur des Konstrukts gesteuert. Hier werden Kenntnisse im Bereich der Polymersynthese gefordert, um funktionalisierte Matrizes mit definierten Polymereigenschaften zu entwickeln. Demzufolge hat sich ein Arbeitskreis aus entsprechenden Experten gebildet, der sich den Themenfeldern „Funktionalisierte Oberflächen" und „Funktionalisierte Matrizes" widmet, dessen Zielsetzung in der dargestellten Abbildung zusammengefasst ist.
Zielsetzungen des Arbeitskreises „Oberfläche"
WissenschaftlerInnen der Fachrichtungen Chemie, Biologie und Physik (Teilprojekte: A5, B1, B2, B3, C1, C2, C3, C4) haben im Rahmen von Telefonkonferenzen sowie Arbeitskreistreffen am Rande der internen SFB-Kolloquien an wechselnden Standorten Informationen zu den eingesetzten Methoden zur Oberflächenmodifizierung, der eingesetzten oberflächensensitiven Analytik sowie der entwickelten Polymermatrizes ausgetauscht. Diese Veranstaltungen dienten nicht nur dem Erfahrungsaustausch, sondern lieferten einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung der am SFB/Transregio 37 beteiligten DoktorandInnen.
Hierbei zeigte sich, dass die entsprechenden Fachtermini allen am SFB/Transregio 37 beteiligten WissenschaftlerInnen vermittelt werden sollte. Dies erfolgte anlässlich des „Transdisziplinären Dialogs" durch die Vortragspräsentation „Oberfläche/Matrizes – Fachtermini und deren Bedeutung". Parallel dazu wurden die an den Forschungsstandorten des SFB verfügbaren Geräte zur oberflächensensitiven Analytik erfasst und auf dem allgemein zugänglichen Server als Datei hinterlegt. Im Rahmen des Workshops „Oberflächen/Matrizes" am 16. 4. 2010 in Hannover wurden die Ergebnisse der angewandten Oberflächenmodifizierungen bzw. entwickelten Matrizes in den jeweiligen Teilprojekten sowie der Austausch zu anderen Teilprojekten präsentiert.
Als ein Beispiel für eine gelungene Teilprojekt-übergreifende Kooperation ist die in Teilprojekt A5 entwickelte Silikon-basierte Matrix zur kontrollierten Freisetzung von Dexamethason zu nennen, die ebenfalls in Teilprojekt C4 zur Ausrüstung des Cochlearimplantats genutzt werden konnte.
Im folgenden Bewilligungszeitraum wird der Arbeitskreis seine Arbeit hinsichtlich der Netzwerkbildung zur Wissensvermittlung der neu entwickelten Verfahren zur Oberflächenmodifizierung bzw. Matrizes für dreidimensionale Substrate fortsetzen. Insbesondere wird auch in diesem Arbeitskreis den neu beteiligten DoktorandInnen ein entsprechender Workshop angeboten. Zusätzlich wird der Arbeitskreis seine Funktion als Berater bei der Auswahl der geeigneten Analytik zur Charakterisierung von biofunktionalisierten Oberflächen und Matrizes intensivieren.






