Teilprojekte
C1: Generierung und Mikrostrukturierung biodegradierbarer, drei dimensionaler Matrizes
Projektleiter:
Prof. Dr. rer. nat. Boris Chichkov
Dr. rer. nat. Helmut Keul
Dr. rer. nat. Katrin Sternberg
Dr. med. Mathias Wilhelmi
Prof. Dr. med. Axel Haverich
Das übergeordnete Ziel des Projektes ist die am funktionellen Anforderungsprofil nativer Gefäße ausgerichtete Generierung und Evaluation biodegradabler, mikrostrukturierter, dreidimensionaler und autolog zellulär besiedelter und damit vitalisierter Matrizes. Die thematisch diversen Einzelschritte zur Realisierung dieser Zielsetzung bezeichnen zueinander komplementäre Bausteine, die wie bisher, auch zukünftig in zeitlich klar definierter Abfolge bearbeitet werden sollen. Thematisch basiert das Projekt auf der Bündelung von Kompetenzen aus den Gebieten der Laser- und Verfahrenstechnik, der Chemie, der Biologie und der Medizin.
C2: Lasergenerierte mikrofunktionalisierte Implantate
Projektleiter:
Dr. rer. nat. Dr. Dietmar Kracht
Dr.-Ing. Dipl. Chem. Stephan Barcikowski
Prof. Dr. med. Rüdiger Blindt
Ziel dieses Teilprojektes ist es, eine Methode zur Realisierung von teilweise nanostrukturierten Mikrosystemen auf Basis von funktionsbezogenen, individuell angepassten Implantaten für die Medizintechnik aus NiTi-Formgedächtnis-legierungen (FGL) unter Anwendung des Mikro-Lasersinterns sowie von resorbierbaren Stents aus Polylactid bereitzustellen.
C3: Mikrostent mit aktiver Beschichtung als Drainage- und Ventilsystem
Projektleiter:
Dr.-Ing. Wolfram Schmidt
Prof. Dr.-Ing. Klaus-Peter Schmitz
Prof. Dr. med. Rudolf Guthoff
Prof. Dr. rer. nat. Boris Chichkov
Eine verbesserte Therapie des Glaukoms soll durch die Entwicklung eines neuartigen Mikrostents unter Nutzung alternativer Kammerwasserdrainagewege und -räume wie den uveoskleralen Kammerwasserweg und den suprachoroidalen Raum erfolgen. Dem grundsätzlichen Problem bisheriger Implantate, der auftretenden Fibrose bis hin zum Funktionsverlust, soll entgegengewirkt werden (Abb. 1).
C4: Methodenentwicklung zur Herstellung anti-proliferativ und neurotroph wirkender Nanopartikel
Projektleiter:
Dr. rer. nat. Gerrit Paasche
Dr.-Ing. Dipl. Chem. Stephan Barcikowski
Prof. Dr.-Ing. Klaus-Peter Schmitz
Ziel dieses Teilprojektes ist es, am Beispiel der Cochlea-Implantat Elektrode, ein zeitlich kontrolliertes Local-Drug-Delivery-System zu entwickeln, um antiproliferative Effekte auf Fibroblasten und neurotrophe Effekte auf Nervenzellen zu erzielen. Schwerpunkt sind die Reduktion des Bindegewebsmantels um den Elektrodenträger als Reaktion sowohl auf das Implantatmaterial als auch auf Insertionstraumata und eine Verhinderung der nach Ertaubung einsetzenden Degeneration der Nervenzellen des Innenohres, der Spiralganglienzellen. In diesem Zusammenhang sollen synergistische Effekte aus Metallionenfreisetzung (Nanopartikelauflösung) und Wirkstoffbeladung sowohl im Elektrodenmaterial (Langzeiteffekt) als auch in Beschichtungen (Kurzzeiteffekt) für eine kontrollierte Wirkstofffreisetzung ausgenutzt werden. Außerdem soll über die Ankopplung von Biomolekülen ein neurotropher Effekt auf Nervenzellen erzielt werden.
C6: Conductive Tissue Device - Biologische Rekonstruktion der kardialen Reizleitung
Projektleiter:
Prof. Dr. med. Stefan Jockenhövel
Prof. Dr. rer. nat. Ulrich Martin
Dr. med. Christian Klopsch
Jährlich werden in Deutschland ca. 68.000 Schrittmachersysteme implantiert. Die Hauptindikation stellt dabei die höhergradige atrioventrikuläre Blockierung (AV-Block) dar. Im Rahmen der konventionellen Schrittmachertherapie ist neben der Batterieerschöpfung und der Sondenabkapselung mit konsekutivem Anstieg der Reizschwelle, vor allem das stark erhöhte Risiko einer Sonden-, bzw. Aggregatinfektion von hoher klinischer Relevanz. Zudem stellen die kleinen anatomischen Verhältnisse im Kindesalter und die fehlende Anpassung der Sondenlänge eine weitere relevante Problematik dar.
C7: Bioresorbierbare, minimalinvasiv implantierbare Mitralklappenprothese
Projektleiter:
Prof. Dr.-Ing. habil. Katrin Sternberg
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Axel Haverich
Prof. Dr. rer. nat. Martin Möller
Das Ziel des Projektes ist die grundlagenorientierte Entwicklung partiell bioresorbierbarer bzw. vollständig bioresorbierbarer, minimalinvasiv implantierbarer Herzklappenprothesen zur Behandlung angeborener Erkrankungen der Mitralklappe bei Kindern. Ausgangspunkt des Projektes sind die klinisch etablierten Konzepte des perkutanen Aortenklappenersatzes bei adulten Patienten.






